Ambulante Hilfen

Ein hohes Maß an Flexibilität und bedarfsorientierter Arbeit zeichnet diese Hilfeform besonders aus.

Es gibt unterschiedliche Schwerpunkte bei der ambulanten Hilfe:

Aufsuchende Betreuung

Hierunter verstehen wir die Begleitung einzelner Jugendlicher, deren Lebensmittelpunkt die „Szene“ oder die Straße geworden ist.

Bei dieser Zielgruppe ist eine familiäre Einbindung nicht, oder in nur einem geringen Maße vorhanden, fremd gesetzte Regeln und Strukturen werden abgelehnt, Obdachlosigkeit ist vorherrschend, Drogen- und Prostitutionserfahrungen nicht selten.

Entsprechend hat die Betreuungsform einen stark aufsuchenden Charakter und bedient sich der Methodik der Straßensozialarbeit. Sie dient zunächst dem Beziehungsaufbau zwischen Jugendlichen und Betreuer als entscheidender Grundlage für eine pädagogische Einflussnahme überhaupt.

Betreuungen im eigenen Wohnraum

Hierunter verstehen wir die Betreuung eines Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, der in einer von ihm selbst oder seinen Eltern angemieteten Wohnung, in einem Lehrlingswohnheim oder bei einem von ihm selbst gewählten Partner lebt. Sein Lebensunterhalt ist durch eigenes Einkommen oder von dritter Seite sichergestellt. Aufgrund einer nicht ausreichend entwickelten Selbständigkeit und Eigenverantwortung des Betreuten ist eine pädagogische Begleitung noch erforderlich. Umfang, Intensität und Leistungsmerkmale sind sehr von den Besonderheiten des Einzelfalles abhängig.

Betreuungen in der Herkunftsfamilie

Vornehmliches Ziel dieser Betreuungsform ist die Stabilisierung sowie die Sicherung des Verbleibs von Kindern und Jugendlichen in ihrer Herkunftsfamilie.

Sie beinhaltet gleichermaßen ein Beziehungsangebot des Betreuers an das Kind/den Jugendlichen wie auch die Stärkung der Erziehungskompetenz seiner Eltern.

Darüber hinaus kann eine derartige Betreuung zur Klärung der Ressourcen eines Kindes/ Jugendlichen und/oder des Familiensystems sowie zur Entwicklung und Motivation der Beteiligten zu anderen Hilfsmöglichkeiten sinnvoll sein.

 

Spezielle Angebote für Menschen mit Hörbehinderung

Wegweiser  bietet zudem ambulante Hilfen für hörgeschädigte Personen an. Gebärdensprachkompetenz und fachliches Hintergrundwissen sind Grundlage in der Arbeit mit Gehörlosen oder Schwerhörigen Menschen. Gestörte Kommunikationswege und Integrationshemmnisse sind häufig Grundthematiken und führen zu weit reichenden innerfamiliären Problemen, die sich häufig in dissozialem Verhalten der Kinder widerspiegeln.

Unsere Aufgabe sehen wir hier, neben der regulären Arbeit der Ambulanten Hilfe, vor allem in der Entwicklung einer verbesserten Familienkommunikation und die Beratung und Unterstützung vor dem Hintergrund dieser speziellen Thematik.

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