Stationäre Angebote

Im Rahmen der Stationären Hilfen basierend auf § 27 KJHG in Verbindung mit § 33 ff sowie §41 bieten wir gem. Rahmenvertrag intensive sozialpädagogische 1:1 Einzelbetreuung (Betreuungsstellen), Erziehungsstellen  und  Clearingpätze für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Familien und bei Einzelpersonen an.

Erziehungsstellen

Erziehungsstellen sind eine Form der Familienpflege nach § 33-34 KJHG für entwicklungsbeeinträchtigte Kinder- und Jugendliche, die langfristig außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben müssen und die der Betreuung innerhalb eines dauerhaften familiären Bezugsrahmens bedürfen.In den meisten Fällen ist die spätere Rückführung des Kindes in seine Herkunftsfamilie geplant. In Fällen, in denen dies aus verschiedenen Gründen nicht denkbar ist, ist die Unterbringung dauerhaft angelegt.

Die Erziehungsstelle ist gekennzeichnet durch die enge Beziehung zwischen dem zu Betreuendem und dem Betreuer bzw. der Betreuerin. Der gemeinsame Alltag bietet die Chance eine tragfähige Beziehung aufzubauen. Auf dieser Basis können emotionale und soziale Defizite der Kinder und Jugendlichen aufgearbeitet und neue Perspektiven entwickelt werden.Erziehungsstellen sind in der Regel Familien, Ehepaare oder in Ausnahmefällen auch Einzelpersonen, die bis zu 2 Kinder zur familienähnlichen Betreuung aufnehmen. Eine der Bezugs- und Erziehungspersonen verfügt über eine pädagogische/psychologische oder therapeutische Ausbildung und entsprechende Berufserfahrung.Es handelt sich in der Regel um Kinder im Alter von 4-12 Jahren (dies kann im Einzelfall variieren).

  • Erziehungsstelle Düren
  • Erziehungstelle Heinsberg-Kirchhoven
  • Erziehungsstelle Übach-Palenberg
Intensivpädagogische Betreuungsstellen

In der Regel handelt es sich hier um intensive 1:1 Betreuungen gem. Rahmenvertrag I, nach Bedarf kann der 1:1 Schlüssel abgestuft werden.

Diese Stationäre Hilfe richtet sich an Kinder und Jugendliche die von anderen Angeboten er Jugendhilfe nicht erreicht wurden und aufgrund ihrer speziellen Biographie und dem daraus resultierendem Förderbedarf einer gezielten Unterstützung bedürfen. Das kommt immer dann zum Tragen, wenn das Lebensumfeld der Betroffenen keine positiven Wachstumsmöglichkeiten mehr bieten kann, um eine massive Unterversorgung oder Gefährdung abzuwenden. Wir bieten familiäre Settings bzw. die Unterbringung bei Einzelpersonen. In unseren Projektstellen leben in der Regel 1 bis max. 2 zu Betreuende, die eine vierundzwanzigstündige Verfügbarkeit einer pädagogischen Fachkraft beinhalten. Dies ist abhängig von der Problematik der zu Betreuenden. Leben in einer Projektstelle 2 Kinder oder Jugendliche, so wird dem Betreuer durch einer Fachkraft zugearbeitet. Die Aufsichtspflicht wird gewährleistet.

Clearing Plätze

Die Clearing- Plätze werden für Kinder und Jugendliche angeboten, die sich in einer akuten Lebenssituation befinden. Dies kann verschiedene Gründe haben, wie z.B. die Fremdunterbringung zum seiner Selbst Schutz bzw. zum Schutz Dritter oder eine mögliche Betreuungsform noch nicht geklärt ist und diese im engen Setting erarbeitet werden soll.

Intensive Jungengruppe

Die   Wohngruppe bietet in einer geschlechtshomogenen Gruppe Platz für 6 männliche Kinder/ Jugendliche. Aufgenommen werden Kinder/ Jugendliche im Alter ab 12 Jahre, deren persönliche und soziale Entwicklung in ihren Herkunftsfamilien und/oder ihrer bisherigen Lebenswelt nicht gewährleistet ist.

 Die Gründe für eine Unterbringung können vielfältig und komplex sein, sie kann z.B. erforderlich sein wegen

- Vernachlässigung oder Überbehütung
- tiefgreifenden Beziehungsstörungen und Konflikten in der Familie
- Überforderung der Eltern
- Suchtverhalten der Eltern/ Kind bzw. Jugendlichen
- Auffälligkeiten im Sozialverhalten
- delinquentem Verhalten
- psychosomatischer Beschwerden
- psychische Auffälligkeiten
- Defizite im Bindungs- und Beziehungsverhalten
- Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
. Leistungsverweigerung motorischer, körperlicher oder seelischer Entwicklungsdefizite
 

Die Betreuung ist angelegt als zeitlich befristete Hilfe mit dem Ziel der Rückführung des Jugendlichen in den elterlichen Haushalt.
und / oder

als zeitlich befristete Hilfe mit dem Ziel der Verselbständigung der Jugendlichen ggf. mit vorangehenden weiterführenden stationären oder ambulanten Angeboten.
 

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